Eurolite NH 30 Hazer – Test für das Steinigke Streetteam

Hallo liebe Leser

Nach dem fulminanten Praxis Check des TMH 40 von Eurolite folgt nun der zweite Streich. Auch diesmal ist wieder ein Paket von Steinigke ins Haus geflattert ( das Auspacken von Geräten ist doch immer noch der größte Spass :)).

Alsooooo ausgepackt das Ding in die Hand genommen und gleich beim ersten Anblick gewisse parallelen zu Geräten eines anderen Herstellers gefunden (kleiner Tipp, der Firmenname beginnt mit *Trommelwirbel* A…)

Nun denn, davon sollte man sich ja nicht irritieren lassen der erste Eindruck kann da bei Geräten aus dem Land der aufgehenden Sonne schon mal täuschen ;). Ordentliches Metallgehäuse, solide Fernbedienung und alle nötigen Einstellmöglichkeiten wie Manuel Full On, Volumeneinstellung und Timer.

Das Gerät ist für den Bereich Party PA konzipiert und genau da ist auch sein Einsatzbereich, es ist sehr einfach zu bedienen und reicht für kleinere Räumlichkeiten absolut aus. Wer nun superfeinen Haze wie aus amtlichen Maschinen erwartet der wird bei dem Preis natürlich ein klein wenig enttäuscht aber ich verrate Euch später noch einen kleinen Trick mit dem man auch da noch bessere Ergebnisse erzielen kann.

Eine genaue Beschreibung des Blechkübels erspare ich mir, es gibt mehr als genug Youtube Videos zu dem Thema und auch die Herstellerbeschreibung ist ja umfassend und seriös gestaltet.Image

Hierbei emfehle ich einen Test der NH 30 von Vossi der das Gerät auch sehr schön beschreibt, des weiteren eine Zusammenfassung der Features in Bild und Ton von Steinigke selbst.

Was für mich immer entscheidend ist, ist der Nutzen im „Echtbetrieb“ sowie ein Vergleich zu anderen Geräten. Diesmal habe ich dann auch gleich mal 3 Kandidaten an den Start gebracht:

1. Ein Antari Modell das dem NH 30 verdammt ähnlich ist 😉

2. Ein Budget Gerät aus dem Hause Thomann

3. Die Referenzklasse von Smoke Factory ( etwas unfair ich weiss )

Die Geräte alle in einer Räumlichkeit ca. 10 x 20 Meter – 5 Meter Deckenhöhe aufgestellt , ich bin mal gespannt, Fluid ist überall das Gleiche, sodass ein realistischer Vergleich überhaupt erst möglich ist, genaue Gerätebezeichnungen der Konkurrenten habe ich jetzt einfach mal weggelassen, es braucht nicht viel Fantasie um rauszufinden was denn da gemeint ist, als Leser soll man sich ja auch noch ein klein wenig anstrengen müssen 😉

Test 1 Antari gegen NH 30

Ja was soll man sagen, die Dinger fühlen sich gleich an, sehen aus wie siamesische Zwillinge und … arbeiten auch wie siamesische Zwillinge. Wer da von wem etc. kopiert ist mir als User völlig banane , die Geräte wirken gleichwertig , machen etwas dickeren ordentlichen Haze, die Lüfter sind ruhig und was doch sehr wichtig ist , sie „sabbern“ nicht. Für Veranstaltungen bei denen wirklich nur Dunst aber kein Nebel sichtbar sein soll würde ich sie nicht einsetzen, die Dosierung geht von dünnem bis mittlerem Nebel aber Dunsterzeuger im eigentlichen Sinne würde ich sie nicht nennen. der NH 30 steht dem Antari Gerät in NICHTS nach, beide Geräte sind für den zu „bedunstenden“ Raum geeignet und ausreichend, sie haben relativ feinen Nebel erzeugt der die Größe und Höhe des Testraumes gut versorgt hat, die Lichtstrahlen von LED Effekten sowie Movinglights wurden schön dargestellt und unterstützt dabei war der Raum nicht völlig vernebelt und undurchsichtig.

Test 2 Thomann gegen NH 30

Auch hier wirken die Geräte wie Brüder …. in diesem Falle jedoch ungleiche Brüder. Äusserer Anschein und Funktionalität sind auch hier kaum zu unterscheiden, jedoch sieht es bei den inneren Werten dann schon anders aus. Der Thomann Lüfter ist deutlich lauter und was erschwerend dazukommt, die Maschine SABBERT wie ein 5 monatiges Baby. Nach dem Test war schon reichlich Fluid auf dem Boden verteilt, was dann doch eher „unschön“ ist. Nebelmenge und Dichte war dann allerdings wieder sehr Ähnlich zur NH 30, wirkliche Unterschiede konnte ich da nicht feststellen, auch diesmal waren beide Geräte für den Raum ausreichend wenngleich man auch hier wieder nicht von „Dunst“ sondern von feinerem Nebel sprechen sollte. Ansonsten ist das Ergebniss mit dem aus Test 1 vergleichbar, beide Geräte in der Ausbeute ähnlich und geeignet, qualitativ konnte der NH 30 das Vergleichsgerät jedoch deutlich schlagen.

Test 3 Smoke Factory gegen NH 30

Ein Test David gegen Goliath und natürlich schlug das Referenzgerät von Smoke Factory die NH 30 in allen Punkten ( Preis – Leistung mal ausgenommen ). Superfeiner Ausstoß perfekt steuerbar einfach das Produkt der Wahl für den Profi. ABER … jetzt mal nur so als Gedankenspiel … für eine SF bekommt man ca. 6 NH 30 … lach okay ich möchte das jetzt nicht weiter ausbauen aber der Ein oder Andere wird verstehen was ich damit sagen möchte… Nebel bzw. Haze kommt aus beiden Geräten raus und bis auf die feine Dosierbarkeit kann die Smoke Factory Maschine bei der Größe des Raumes ihre Stärken kaum ausspielen. Auch hier würde ich somit bei kleineren Räumlichkeiten und nicht zu anspruchsvolles Publikum aufgrund des Preises auf eine NH 30 zurückgreifen.

Mein Fazit nach all der Nebelei:

Die NH 30 ist auch im Echtbetrieb für die Zielgruppe Party PA perfekt einsetzbar, gerade seitdem, die für LJs beliebten Raucher, aus den Party Stadeln verbannt wurden, schafft das Gerät die nötige Nebelbasis für schöne Lichteffekte. Der Nebel ist nicht so „dünn“ wie richtiger Dunst, aber für den Hausgebrauch ist das Gesamtpaket völlig ausreichend. Wir konnten keine Verarbeitungsschwächen feststellen, die Maschine „sabbert“ nicht und der Lüfter ist erträglich. Einfach zu bedienen und auch alle nötigen Features sind vorhanden.

Der Test zeigt mal wieder dass nicht alles was gleich aussieht auch wirklich gleich ist. Welche Maschine man sich zulegt muss jeder selber wissen aber auch wenn man das auf den ersten Eindruck vielleicht denkt, es ist nicht überall das „Gleiche“ drinn auch wenn die Verpackung dies vermuten lassen würde, drum Augen auf beim Nebelkauf 🙂

Wer richtige Bühnen benebeln möchte oder das Gerät braucht um sein Ego zu pushen sollte auf die Amtliche Variante zurückgreifen, allen Partyusern allerdings sei die NH 30 wärmstens von uns empfohlen.

PS: Achja fast hätte ich es vergessen, der kleine Praxis Tipp für „feineren“ Nebel aus Hazern:
Probiert doch mal das Fluid 1:10 mit destiliertem Wasser zu verdünnen… es funktioniert 😉

Über Kommentare und Beiträge zu meinem kleinen Test freue ich mich

euer Bernhard
Creativworks Veranstaltungstechnik

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Steinigke Streetteam Test des Eurolite TMH 40 Wash Movingheads

Livetest Eurlite TMH 40 Wash Movinghead

Seit einiger Zeit bin nich nun auch Mitglied des Steinigke Street Teams. Eine Gruppe von Usern unterstützt durch die Firma Steinigke, welche Produkte aus dem Hause Steinigke testen, um deren Gebrauchswert für den Endverbraucher in Form von Videos und Blogbeiträgen in Wort und Bild zusammenzufassen. Es soll ein Bindeglied zwischen dem Endkunden und dem Importeur entstehen welches kritisch und kundenorientiert hilft, Produkte zu Verbessern und den Nutzwert an den „Mann“ zu bringen.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit habe ich einen Movinghead aus der Produktpalette von Steinigke zum Test bekommen. Den Eurolite TMH 40. Zu dem Gerät gibt es bereits einen Video Check durch einen jungen Kollegen im Rahmen der Gruppe “ LA Check“, den gut gemachten Video Check mit allen Basisinformationen zum Gerät findet ihr hier. Auch die Zeitschrift Soundcheck hat sich mit dem TMH 40 beschäftigt und als wirklich brauchbar eingestuft, eine kurze Zusammenfassung des Soundcheck Artikels findet ihr ebenfals bei LA Check.

Nun also was gibt es zu dem guten Stück noch zu testen. Genau, den Einsatz im „Echtbetrieb“. Und genau da habe ich mir die Mühe gemacht das Gerät bei zwei Veranstaltungen, welche wohl klar die Zielgruppe dieses, ich würde sagen sehr guten semiprofessionellen Gerätes darstellen zu testen. Wir haben ihn in den Transporter „geschmissen“ und zu einer Zeltparty (ü30) mit ca. 500 Gästen und einem kleinen Open Air mit diversen Bands mitgenommen, um zu sehen wie er sich schlägt.

Erstmal allerdings hat mir der Postbote das gute Stück ins Büro gebracht. Nun beim auspacken fasst er sich erstmal etwas unspektakulär an. Beim Plastik hat man sich wenig Mühe gegeben und den asiatischen Standard Korpus verwendet , den man auch bei anderen, günstigen Konkurrenzprodukten so kennt, allerdings alles ordentlich verarbeitet und in sich stimmig. Für den Roadbetrieb bei großen Vermietern wird er wohl auch nicht gedacht sein und für den, der sein Gerät pflegt sollte es reichen ;).
Was allerdings schon beim ersten Test im Büro auffiel war die gewaltige Lichttleistung. Ein Scheinwerfer aus dem auch wirklich richtig was rauskommt, gute Farbmischung und kräftige Farben was will man mehr. Erträgliche Lautstärke bei den Lüftern und den Motoren, lediglich für  Theateranwendungen jedoch meiner Ansicht nach zu laut und nicht geeignet, aber da tun sich dann auch schon deutlich budgetbelastendere Geräte schwer zu bestehen. Alle einzelnen Features und Funktionen hier aufzuführen erspare ich euch, diese werden in obigen Links hervorragend und auch abschließend erklärt.

Nun denn, der erste Einsatz auf der Ü 30 Party steht an, wir haben das Gerät neben 4 LED Spot Köpfen eingesetzt , normal keine sinnvolle Kombination, keine Frage, aber wir wollten das Gerät nunmal testen. Und genau bei einem solchen Einsatzzweck schlägt er sich hervorragend. Easy zu steuern mit allen Funktionen die man braucht ( ok ausser Zoom aber das gibt es in dieser Preisklasse nunmal nicht ).
Unser Lichttechniker war begeistert  und unser Kunde ebenfalls, Farben kräftig und Lichtleistung hervorragend. Lediglich die Aufhängung ist nicht sehr Userfreundlich konzipiert, zwei Metallbögen mit Imbusschrauben aber auch das ist in dieser Preisklasse normal und bei allen Konkurrenten so anzufinden.

Erwähnenswert wäre da noch dieser Ringeffekt, also die Möglichkeit die LED Ringe einzeln anzusteuern. Dieser, von allen so angepriesene Effekt,  mit dem auch Robe ausgiebig wirbt, bleibt für mich vom Nutzen eher fraglich. Entweder wir sind nicht in der Lage die Ringe „gewinnbringend“ anzusteuern oder wir finden es einfach nicht so Cool wie andere aber ja, was soll ich sagen, wenn man eine Vielzahl an Geräten einsetzt und diese Richtung Publikum dreht mögen da interessante Effekte möglich sein, ein „must have“ ist es aus meiner Sicht jedoch ganz sicher nicht.

Nach diesem Einsatz bei dem wir für das Gerät nur positives Feedback bekommen haben, gings zurück in den Karton und für 2 Wochen ins Lager bis zum nächsten Einsatz bei einem kleinen Open Air. Ebenfalls ein ideales Einsatzgebiet für einen Washer dieser Art, wenig Truckspace, easy zu bedienen und super leicht, unsere Monteure hats gefreut. Ein Kollege arbeitet normal in einer Location als Techniker welche Robe Geräte einsetzt, qualitativ sicherlich kein Vergleich aber sein Grinsen beim Aufhängen hat mich gefreut, er war begeistert den Kopf mit einer Hand handhaben zu können, einfach schön:).

Wir hängten den TMH 40 an die Fronttruss und nutzten ihn sowohl für die Band als auch fürs Publikum diesmal in Kombination mit 7 weiteren Movingheads und auch hier schlug er sich hervorragend. Der Strobe Effekt ist sehr gut einsetzbar, die Positionierung sauber und fehlerfrei, die Mischfarben kräftig und ohne störendes Streulicht, auch der Dimmer konnte überzeugen. Ohne Murren und Fehler meisterte er den Job und überraschte uns mit seiner Lichtausbeute. Auch von den Bands und dem Publikum wieder nur postives Feedback und so verpackten wir das Gerät nach den beiden Tests mit einem guten Gefühl und schickten ihn an Steinigke zurück. Es hat mich gefreut!

Abschließend ein paar Anmerkungen zum Gerät:

gut gefallen hat mir:

+ Bei dem günstigen Kurs auch durchaus mal als Alternative zu sehr leistungsstarken LED Pars einsetzbar
+ klein, sehr handlich mit erträglichem „Geräusch“
+ Für DJ Veranstaltungen und kleinere bis mittlere Bandauftritte eine ideale Besetzung, wenn die Veranstaltungen nicht dem „Riderwahnsinn“ unterliegen
+ Durchaus brauchbare Farbmischung und einwandfreie Steuerbarkeit mit gängigen Lichsteuerpulten oder Softwareprodukten
+ nettes „Feature“ durch Steuerung der einzelnen LED Ringe

nicht so gut gefallen:

– die Aufhängung ist wie bei fast allen Budgetlösungen durch zwei Metallbügel mit Verschraubung gelöst, im häufigen Betrieb nicht die eleganteste Lösung
– Etwas „günstig“ wirkendes Kunststoff Gehäuse
– Aufgrund der Lautstärke nur bedingt für Theateranwendungen geeignet
– keine Marken LED`s verbaut
– Stromstecker ohne Arretierung

Für oben genannte Jobs ist das Gerät mehr als geeignet. Wenn man mal vergleicht was ein ordentlicher 36 x 3 Watt RGB Par kostet so ist der TMH 40 eine sehr interessante Ergänzung und auch Alternative. Wir haben keine echten „Schwächen“ am Gerät entdecken können, sauberes DMX Signal und hervorragendes Licht, was wünscht man sich mehr und das alles zu einem guten Kurs. Von mir gibt es ganz klar einen Daumen nach Oben, wer noch mehr oder spezifische Infos zum TMH 40 haben möchte kann mir gerne über Creativworks eine Email zukommen lassen ich bin gerne bereit weitere Fragen zum Gerät zu beantworten. Auf technische Details bin ich aufgrund der bereits bestehenden Testberichte nicht eingegangen, ich kann die Features und Testergebnisse alles in allem bestätigen. Gratulation an die Jungs vom Steinigke Import, sie haben einen guten Job gemacht.

Bei Gelegenheit veröffentliche ich noch ein kleines Video zum Einsatz des TMH 40 bei den beiden Jobs und freue mich auf euer Feedback

Euer Bernhard